Grösster Pluspunkt und vorrangiges Ziel eines bilingualen Unterrichts liegt in der Förderung und Verbesserung der Sprachkompetenz, und zwar in der Fremd- wie auch der Muttersprache. Der Unterricht legt deswegen auch vermehrt den Schwerpunkt auf die mündliche Kommunikation und weniger auf Hör- oder Lesekompetenz. Der Kontakt in diesem spezifischen Fach gestaltet sich mit der fremden Sprache sehr intensiv und Vokabeln wie auch bestimmte Syntaxprobleme konfrontieren den Schüler direkt. Der Lernerfolg wird dadurch vor allem auf praktische Weise erreicht. Die wenigen Studien, die zur Untersuchung des zweisprachigen Unterrichts in Auftrag gegeben worden sind, können nur von Vorteilen für die Schüler berichten. Trotzdem erscheinen einige Kritikpunkte nicht unberechtigt. So kommen vor allem die guten Schüler für den zweisprachigen Unterricht in Frage, weshalb einige eine zu starke Eliteförderung befürchten. Vor allem auf Grundstufe werden durch die Fremdsprache der Erwerb primärer Fähigkeiten wie Lesen und Schreiben in der Muttersprache noch stärker in den Hintergrund gerückt.